Ein stabiles Netz für die Zukunft
Das Jahr 2025 stand im Personalmanagement unter der Leitung von Mag. Dr. Andreas Stieger im Zeichen der digitalen Transformation, der organisatorischen Weiterentwicklung und einer verstärkten Zusammenarbeit über alle Häuser hinweg. Ziel war es, die Personalprozesse zukunftsfähig auszurichten, die operative Sicherheit zu stärken und personelle Ressourcen noch gezielter einzusetzen.
Meilensteine in der Digitalisierung und Reorganisation
Ein wesentlicher Meilenstein war die Umstellung der Personalverrechnung auf vHR. Das gemeinsame Projekt der Vorarlberger Landeskrankenhäuser, des Landes Vorarlberg und der Vorarlberger Gemeinden bildet die Grundlage für ein integriertes Personalmanagement. Mit der Digitalisierung und Vereinheitlichung zentraler Abläufe werden Prozesse transparenter, Daten verlässlicher und das Personalcontrolling effizienter. Dadurch entstehen mehr Planungssicherheit und eine höhere operative Sicherheit für die gesamte Organisation.
Parallel dazu wurde die Reorganisation des Personalbereichs weitergeführt. Die künftige Struktur – bestehend aus Expertenteams, der Bündelung der Personaladministration in einem gemeinsamen Shared Service sowie Personalleitungen und HR-Generalist:innen vor Ort – soll Kompetenzen bündeln, die Betreuung der Häuser verbessern und eine klare Aufgabenverteilung ermöglichen. Als gemeinsames Dienstleistungszentrum bearbeitet das Shared Service Center zentrale Aufgaben von der Gehaltsabrechnung bis hin zur Rekrutierung von Jungmediziner:innen digital, professionell und verlässlich. Im Mittelpunkt steht ein modernes Personalmanagement, das sowohl strategische als auch operative Anforderungen souverän bewältigt.
Nachhaltige Personalgewinnung und -entlastung
Auch bei wichtigen HR-Zukunftsthemen konnten Fortschritte erzielt werden, um weiterhin eine nachhaltige, menschenzentrierte Versorgung zu gewährleisten.
Internationale Fachkräfte
Mit der Etablierung des Bereichs „Internationals“ wurden neue Strukturen für die Gewinnung, Integration und Begleitung internationaler Fachkräfte geschaffen. Die ersten Pflegefachkräfte und OTAs haben ihre Tätigkeit bereits aufgenommen.
Flexibles Pooling
Das häuserinterne und -übergreifende Pooling wurde ausgebaut, um Fachkräfte abteilungs- und standortübergreifend flexibler einzusetzen und kurzfristige Bedarfsschwankungen besser abzufedern. Ist beispielsweise die Wunschstelle einer qualifizierten Person noch nicht frei, bietet eine Poolstelle die Möglichkeit, vorab verschiedene Abteilungen kennenzulernen, ehe der Wechsel auf die Zielposition erfolgt.
Effizienz und Entlastung
Angesichts knapper Fachkräfteressourcen und Budgets tragen neue Rollen, flexible Einsatzmodelle und die Digitalisierung administrativer Tätigkeiten dazu bei, Mitarbeitende zu entlasten und dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die Versorgung schaffen.
Neue Perspektiven
Für Mitarbeitende in den Schreibdiensten wurden durch die Digitalisierung von Diktaten alternative Tätigkeitsfelder geschaffen – etwa durch Qualifizierungsangebote im Bereich der Ordinationsassistenz.
Sicherheit durch Zusammenhalt und Fairness
Darüber hinaus wurde der Stationsservice unserer Tochtergesellschaft CSV in den Häusern weiter ausgebaut. Die Vorbereitung der Integration der extramuralen Dialyse, die Finalisierung der Betriebsvereinbarung für Ärzt:innen sowie die Weiterentwicklung des Gleichbehandlungsmanagements waren weitere wichtige Arbeitsschwerpunkte. Ein Lessons-Learned-Workshop und der Ausbau des Gleichbehandlungsnetzwerks stärkten den organisationsweiten Austausch und die Sensibilität für faire und diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen.
Besondere Bedeutung hatte 2025 die enge Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und den Fachabteilungen des Landes Vorarlberg, der Personalabteilung und der Abteilung für Gesundheit und Sport.
Auch die Pflege- und Verwaltungsdirektionskonferenzen ermöglichten eine engere Abstimmung, die Entwicklung gemeinsamer Standards und das Nutzen von Synergien. Entscheidungen konnten so fundierter getroffen und Doppelgleisigkeiten vermieden werden. Überall wo zweckmäßig, wurde auch das Stadtkrankenhaus Dornbirn miteingebunden, um die Kooperation zu stärken.
Seit der Pandemie bin ich mir sicher, dass wir gemeinsam alles schaffen können.
Eine stabile Basis für die Zukunft
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch große Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden können. Die kooperative Kultur innerhalb der Häuser, das hohe Engagement der Mitarbeitenden und die enge Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen bilden eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung. Für die Zukunft wird entscheidend sein, die anstehenden Reformen im Gesundheitssystem konsequent umzusetzen. Das Personalmanagement wird diesen Weg aktiv begleiten und die Voraussetzungen für eine moderne, attraktive und sichere Arbeitswelt schaffen.
Mitarbeiter:innen
Mitarbeitende gesamt
5.042Gesamt
* Aufschlüsselung Verwaltung und sonstige Berufsgruppen:
Verwaltungsmitarbeiter:innen selbst, Sekretariate, Buchhaltung, Personaldienst, Hauswirtschaft, Informationsdienst, Transportdienst, IT-Mitarbeiter:innen, Techniker:innen, Küchenmitarbeiter:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, Kindergärtner:innen, Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen, Seelsorge (z.T.) sowie auch die Medizinisch-technischen Dienste wie etwa Laborant:innen, Radiologietechniker:innen, Physiotherapeut:innen, Hebammen, u.v.m.
Nach Geschlecht
5.042Gesamt