Weichenstellungen für eine zukunftssichere Versorgung
Die Sicherstellung der Patientenversorgung vor dem Hintergrund demographischer Veränderungen und struktureller Wandlungen prägte 2025 die Arbeit des Bereichs Organisationsentwicklung, Qualitäts- und Risikomanagement. Neben intensiven Maßnahmen im Rahmen des Großprojekts Spitalscampus 2030 wurden Projekte abgeschlossen, auf den Weg gebracht oder erfolgreich weitergeführt.
Strategische Initiativen und operative Meilensteine
Bauprojekte, strategische Neuausrichtungen, vernetztes Arbeiten – das Jahr 2025 war ein arbeitsintensives Jahr, das Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen erforderte. Mit Erfolg:
Übernahme der externen Dialyse Vorarlberg
Die Übernahme der bisherigen privaten Betreiberfirma und deren Einbindung in die Abteilungen für Nephrologie am LKH Feldkirch forderte 2025 in der Organisationsentwicklung intensiv Ressourcen. Neben der baulichen Neugestaltung und Planung wurden auch technische, informatorische sowie personelle Übergänge strukturiert gelöst.
Digitale Neugestaltung des Risikomanagements
2025 wurde die Weiterentwicklung der Risikolandkarte mit dem Umstieg auf eine neue Risikomanagement-Software vollzogen. Begleitend wurden Richtlinien und Prozesse zur regelmäßigen Evaluierung klinischer wie organisationaler Risiken sowie zur Definition risikominimierender Maßnahmen erarbeitet.
Erfolgreiche Vernetzung im Qualitätsmanagement
Zur Stärkung der häuserübergreifenden Zusammenarbeit wurden regelmäßige Netzwerktreffen aller Qualitäts- und CIRS-Verantwortlichen (Critical Incident Reporting System, anonymes Meldesystem für kritische Ereignisse) etabliert. Erstmals wurde ein gemeinsames Schwerpunktthema umgesetzt: die stichprobenartige Qualitätsprüfung der Anästhesie- und Operationsaufklärungsbögen in allen operierenden und invasiven Fachabteilungen.
Neue Managementkonzepte
Für das Dokumenten- und Prozessmanagement wurden die Grundlagen für die softwaretechnische Neuausrichtung ab 2026 geschaffen. Im Auftrag der Geschäftsführung entstand zudem ein Konzept für ein zentrales Projektmanagementoffice inklusive digitaler Workflows zur Meldung und Prüfung von Projektideen.
Gelebte Sicherheitskultur für Mensch und Umwelt
Qualitätsarbeit und Risikomanagement tragen wesentlich dazu bei, eine sichere Versorgung, ein sicheres Arbeitsumfeld und eine zukunftsfähige Ausrichtung zu gewährleisten.
Im Umweltmanagement wurde 2025 die Wesentlichkeitsanalyse als Kernelement der künftigen EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung abgeschlossen und von Wirtschaftsprüfern positiv evaluiert. Zudem fließt Nachhaltigkeit bereits in Material- und Lieferantenbewertungen ein, unter anderem durch die jährliche Befragung von Lieferanten zu Produktionsorten, Lieferwegen und Nachhaltigkeit.
Für das Team gibt der enge Rückhalt durch die Geschäftsführung sowie der offene, bereichsübergreifende Austausch ein starkes Gefühl von Stabilität. Eine vertrauensvolle Kommunikationsbasis ist die Grundlage für fundierte Entscheidungen und schafft Sicherheit im Umgang miteinander.
Mir ist wichtig, die Arbeitsbedingungen für diejenigen, die in der direkten Patientenbetreuung stehen, möglichst gut und sicher zu gestalten. Ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Behandlung und Pflege sicherzustellen.
Zielbild Vorarlberger Spitalscampus
Bei der Planung und Umsetzung struktureller sowie baulicher Maßnahmen des Großprojekts Vorarlberger Spitalscampus war der Bereich eng in die Steuerung strategischer Prozesse eingebunden. Übergeordnetes Ziel ist die Zukunftsfähigkeit des Spitalswesens zur Bewältigung demografischer, personeller und finanzieller Herausforderungen. Im Jahr 2025 wurden hierfür maßgebliche Weichen gestellt, um 2026 im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG 2030) in die Detailplanung und Umsetzung überzugehen.