Updates für einen sicheren Betrieb
Unter der Leitung von Lukas Mersich, MBA, trägt die Zentrale Informationstechnologie (IT) der Vorarlberger Landeskrankenhäuser wesentlich zu einer sicheren und patientenorientierten Krankenhausorganisation bei. Das Jahr 2025 zeichnete sich für die IT@VLKH durch wichtige Weichenstellungen und Projektstarts aus. So wurde die IT als Bereich strukturell, inhaltlich und prozessual auf kommende Herausforderungen ausgerichtet.
Großprojekte und digitale Zukunftsfelder
Neben dem zeitintensiven IT-Tagesgeschäft und wichtigen Basis-Optimierungen beschäftigte sich das Team mit unterschiedlichen Maßnahmen, um den Bereich zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Ein erfolgreiches Großprojekt im Jahr 2025 war der IT-Rollout in der Erwachsenenpsychiatrie am LKH Rankweil. Dazu gehörten unter anderem die flächendeckende Ausstattung mit neuen Endgeräten für die gesamte Abteilung sowie die Einrichtung zentraler Druckerstationen anstelle zahlreicher Einzelplatzdrucker – ein wegweisender Testlauf für die künftige IT-Ausrichtung.
Beim Projekt DNA@VLKH geht es um die Optimierung des digitalen, nutzerspezifischen Arbeitsplatzes an den Vorarlberger Landeskrankenhäusern – beispielsweise unter Nutzung von M365, Atlassian und MS Teams. Die IT beschäftigte sich in diesem Themenbereich unter anderem mit der Umsetzung einer kartenbasierten Authentifizierung, die für die Zukunft angestrebt wird.
Zudem wurden wichtige Vorbereitungen für das neue Krankenhausinformationssystem getroffen: Das Team stellte die entscheidenden organisatorischen Weichen, um die KIS-Ausschreibung und den anschließenden Projektstart für die Jahre 2026/2027 vorzubereiten.
IT-Sicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess
Sicherheit hat sich im IT-Bereich zu einem zentralen Thema entwickelt. Oberstes Ziel ist es, die Integrität der Patientendaten sowie einen zuverlässigen laufenden Betrieb zu gewährleisten. Die IT@VLKH setzt daher auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dabei standen 2025 folgende Maßnahmen im Fokus:
Sicherheitsarchitektur
Mit dem neuen CISO (Chief Information Security Officer) wurden die IT-Strukturen gestärkt. Auf technischer Ebene folgten Next-Generation-Firewalls sowie durchdachte Schutzmechanismen: Rollenbasierte Rechte (RBAC) vergeben Zugriffe nach Bedarf, und ein mehrstufiges Sicherheitssystem (AD Tiering) verhindert bei möglichen Cyberangriffen wirksam das Ausbreiten auf das gesamte Firmennetz.
Aktive Überprüfung & Richtlinien
Durch gezielte Penetrationstests (Sicherheitsüberprüfungen von Systemen) und eine umfassende Red-Team-Attacke – einen realitätsnahen, simulierten Cyberangriff – wurde die Widerstandsfähigkeit der IT-Systeme auf die Probe gestellt. Die Umsetzung internationaler Standards für Informationssicherheit wie ISO 27000 und der EU-Richtlinie NIS2 dient dabei als verlässlicher Bauplan für die IT-Sicherheit.
Verlässlicher Betrieb
Analog zu einem Autoservice halten regelmäßige Patches (Sicherheits- und Korrektur-Updates) sowie Systemaktualisierungen die IT-Infrastruktur sicher und funktionsfähig. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird zudem der Lebenszyklus von Hardwarekomponenten verlängert, ohne die Betriebs- und Versorgungssicherheit zu gefährden.
In unserem Bereich trifft Expertenwissen auf neue Ideen und Methoden von jungen Kolleginnen und Kollegen. Dieser Mix ermöglicht es uns, als Bereich zu wachsen und viele Sichtweisen auf Technologie einzubringen – das gibt die Sicherheit, alle Dimensionen in Projekten, technisch wie organisatorisch, zu berücksichtigen.
Menschlichkeit als zuverlässiger Anker
2025 war im IT-Team vor allem Flexibilität im Umgang mit der Themenvielfalt gefragt sowie die aktive Kommunikation mit Mitarbeiter:innen aus allen Bereichen und Häusern. Wenn es um das eigene Sicherheitsgefühl geht, spielt das Menschliche die Hauptrolle: Viele Herausforderungen sind nur als Team zu lösen – und Zusammenhalt gibt Sicherheit. Dieser Teamgeist liefert auch die notwendige Motivation, IT-Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Denn auch in den kommenden Jahren stehen große Veränderungen an – dabei gilt es stets, die richtige Balance zwischen Qualität, Budget und Ressourcen zu halten.
IT @ VLKH
in Zahlen, Daten, Fakten
Infrastruktur
14.000 aktive Netzwerk Ports
ca. 800 Server
1 Petabyte Speicher
28,5 Mio. Mails (davon 87 % Spam)
Service und Support
24/7/365 Support
150 Mobile Devices
3.650 Arbeitsplätze und 1.820 Drucker
45.000 Tickets pro Jahr
700 Anrufe pro Woche
Medizinische IT
Anbindung von 1.000 medizinischen Geräten
Telemedizinische Anwendungen
5.4 Mio. verarbeitete Informationen von medizinischen Geräten
Applikationen
Betreuung bestehender Applikationen und Ausbau von digitalen Lösungen
Innovation und KI schrittweise in die Praxis bringen
Sicherer Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten
Digitale Vernetzung
im Gesundheitswesen