Im Juni 2025 bündelte das Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch seine interdisziplinäre Expertise in einem zertifizierten Zentrum für Hämatologische Neoplasien für maßgeschneiderte und wohnortnahe Therapien.
Die Diagnose Blutkrebs erfordert schnelles Handeln und höchste medizinische Expertise. Um akute Leukämien oder aggressive Lymphome bestmöglich zu behandeln, etablierten die Vorarlberger Landeskrankenhäuser im Juni 2025 eine zentrale Anlaufstelle. Das zertifizierte „Zentrum für Hämatologische Neoplasien Vorarlberg“ vereint seither hochspezialisierte Fachkräfte am Standort Feldkirch. Es bietet spezialisierte Diagnostik und wegweisende Therapien für sämtliche Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarks.
Jeder Krankheitsverlauf ist einzigartig. Zentrumsleiter OA Dr. Bernd Hartmann und Primar Priv.-Doz. Dr. Thomas Winder setzen mit ihrem Team auf streng individualisierte Therapien. In einem interdisziplinären Tumorboard besprechen Expert:innen aus Hämatologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie, Radioonkologie und Nuklearmedizin jeden Fall im Detail. Bei Bedarf ziehen sie chirurgische oder infektiologische Fachkräfte hinzu. Im Anschluss bespricht das ärztliche Team die Ergebnisse mit den Patient:innen. Gemeinsam legen sie die nächsten Schritte fest.
Punktgenaue Diagnostik und modernste Therapien
Das Zentrum für Hämatologische Neoplasien nutzt Untersuchungsmethoden wie Blutbild- und Knochenmarkanalysen, molekularbiologische Auswertungen sowie bildgebende und nuklearmedizinische Verfahren für eine präzise Diagnostik. Durch die regelmäßige Einbindung in klinische Studien erhalten Patient:innen direkten Zugang zu neuen Therapiemöglichkeiten. Zudem verbindet eine enge Kooperation das Vorarlberger Zentrum mit der Medizinischen Universität Innsbruck. Das Team in Feldkirch bereitet die Patient:innen schließlich umfassend auf körpereigene und körperfremde Stammzelltransplantationen vor und übernimmt die engmaschige Nachbehandlung.
Umfassend betreut: stationär, ambulant oder in der Tagesklinik
Die Behandlung passt sich dem Leben der Patient:innen an. Intensive Chemotherapien erfordern stationäre Aufenthalte. Viele andere Behandlungen finden in der hämato-onkologischen Ambulanz oder der Tagesklinik statt. Das minimiert die Beeinträchtigung im Alltag. Supportive Therapien lindern gezielt Nebenwirkungen und erhalten die Lebensqualität. Psychoonkologisch geschulte Mitarbeiter:innen begleiten die Patient:innen und ihre Angehörigen durch emotionale Krisen.
Der medizinische Fokus des Zentrums reicht dabei weit über bösartige Tumore hinaus. Die Expert:innen behandeln ebenso gutartige Bluterkrankungen, seltene genetisch bedingte Störungen der Hämoglobinbildung sowie komplexe Erkrankungen des Immu